Offsetdruck

Unsere hochwertigen Offset-Drucke erstellen wir auf einer kleinformatigen Einfarben-Bogen-Offsetmaschine von Heidelberg, einer GTO 52. Wie bei den Tiegeln stehen uns auch für die GTO Sondereinrichtungen zur Verfügung: ein Eindruckwerk, etwa für Sonderfarben, und diverse Nummerierwerke.

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Der Hauptraum unserer Werkstatt mit der GTO 52 (rechts; Bj. 1988). Links davon steht eine weitere, aber kleinere und leider reparaturbedürftige Bogenoffsetmaschine von Heidelberg (TO; Bj. 1972), und in der Bildecke links unten ist noch der GTP zu sehen.

Da es sich bei unserer GTO um eine Einfarbenmaschine handelt, lassen sich gerasterte Vier-Farben-Drucke nicht wirtschaftlich produzieren. Allerdings verfügen wir über ein großes Angebot an Pantone– und HKS-Farben, die es uns ermöglichen, neben Einfarbendrucken auch hochwertige Mehrfarbendrucke in Volltonfarben herzustellen. Der Vorteil dieser Farben gegenüber dem Druck in Prozessfarben liegt vor allem in ihren farbsatten und hochbunten Tönen sowie der Farbtreue bei Folgedrucken.

Der Offsetdruck gehört wie der Steindruck, die Lithographie, zu den Flachdruckverfahren, bei dem sich die druckenden und nichtdruckenden Flächen – im Unterschied zum Buchdruck – nahezu auf einer Ebene befinden. Ein weiterer Unterschied zum Buchdruck besteht darin, dass nicht direkt von der Druckform, der Druckplatte, auf Papier gedruckt wird, sondern die Farbe zunächst auf ein über einen zweiten Zylinder gespanntes Gummituch abgesetzt (engl. ›set off‹) und erst von dort aus auf das Papier übertragen wird. Das ganze Verfahren wird indes erst dadurch möglich, dass sich Wasser und Fett gegenseitig abstoßen. So werden die druckenden Stellen chemisch so präpariert, dass sie Wasser abstoßen und die fettige Druckfarbe annehmen, während die nichtdruckenden Stellen hydrophil (wasserfreudig) sind und die Farbe abstoßen. Die wesentlichen Vorteile gegenüber dem Buchdruck sind zum einen das etwas schärfere Druckbild und zum anderen die höheren Druckgeschwindigkeiten, die hohe Druckauflagen ermöglichen.